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Zeitreise - Das Mittelalter

Das Mittelalter

Das mittelalterliche Europa wurde im Blick auf das "Phänomen Zeit" zunächst von religiösen Einrichtungen geprägt. Die Klöster hatten ihr eigenes Zeitsystem, die so genannten Kolonialstunden, welche die Zeiten für das Chorgebet regelten. Auf der weltlichen Ebene wurde die Weiterentwicklung von Sonnen-, Wasser- und Kunstuhren nach bestem Wissen und Gewissen weiterentwickelt.
Die Wasseruhr wurde zwischen dem 7. und 14. Jhd. zu höchster Perfektion fortentwickelt. In dieser Zeit waren die Menschen im Abendland bei der Gliederung des Tages in gleichmäßige Einheiten nicht untätig. Nach der Jahrtausendwende begann sich das Abendland auf 2 Veränderungen zu zu bewegen, die das "Phänomen Zeit" gravierend beeinflussten: das Leben in der Stadt und die Erfindung der mechanischen Uhr. Dieses Ereignis kann nur vage datiert werden, vermutlich um die Wende zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert.

Währenddessen ging die Ära der Wasseruhr langsam aber beständig ihrem Ende zu. Bereits in den 80-er Jahren des 14. Jahrhundert verfügten alle größeren europäischen Städte über mechanische Uhren. 1410 gar wird der Turmwächter in Montpellier wegen wiederholter Trunkenheit seines Amtes enthoben und durch eine Uhr mit Schlagwerk ersetzt.