Edelsteine
Seit Jahrtausenden ziehen Edelsteine mit ihrer magischen Schönheit die Menschen in ihren Bann. Die glitzernden und funkelnden Kostbarkeiten sind ein Symbol für Unvergänglichkeit, Reichtum und Macht. Viele glauben sogar, dass Edelsteine geheimnisvolle Kräfte besitzen. Sicher ist: ihre Schönheit und Vollkommenheit machen Edelsteine zu einem wertvollen Besitz.
Geburtsstätte im Untergrund
Edelsteine entstehen tief im Erdinneren. Der Erdkern enthält die Bausteine der edlen Steine. Das heiße, flüssige Magma ist nichts anderes als eine gewaltige "Ursuppe" von Mineralien. Wenn Magma aufsteigt, kühlt sie sich ab und durch den enormen Druck im Erdinneren beginnen sich Atome zu vereinigen. Sie bilden Kristalle - im Falle von Edelsteinen mit sehr symmetrischer, innerer Struktur und großer Reinheit. Die Zeitspanne, in der Edelsteine entstehen, umfasst mehrere Millionen Jahre. Es ist ein langwieriger Prozess, bis die Kleinodien über vulkanische Aktivitäten an die Erdoberfläche befördert werden. Oft ist es Zufall, wo sich besondere Fundstätten auftun. Viele große Edelsteinvorkommen existieren in Afrika. Bekannt sind vor allem die südafrikanischen Diamantenminen.
Auf jeden Fall ist es ein weiter Weg, bis ein Edelstein in vollem Glanze erstrahlt. Naturbelassene Steine sind in der Regel eher unscheinbar. Erst durch Schneiden, Schleifen und Polieren bekommen die Steine "Feuer und Brillanz".
Schneiden - der Schleifer muß sich zunächst den rohen Stein genau anschauen und überlegen, wie er möglichst viel von der Rohsubstanz des Steins erhalten kann. Er muß Bruchlinien und Einschlüsse im Kristall berücksichtigen, damit der Stein beim Zuschneiden nicht auseinander bricht.
Ebouchieren - Ist der Stein geschnitten, wird ihm beim "Ebouchieren" auf Schleifrädern die rohe Form gegeben.
Facettieren - Hier werden plane Flächen auf den Stein geschliffen: die so genannten Facetten. Sie sind entscheidend für die Lichtbrechungseigenschaften des Steines. Je genauer sie angelegt und eingeschliffen sind, desto besser wird zum Beispiel ein Diamant später Lichtstrahlen reflektieren und glitzern. Einer der berühmtesten Schliffe ist der so genannte "Brillantschliff". Er hat mindestens 57 Facetten. Die Tafel, 32 Facetten auf dem Oberteil und 24 Facetten auf dem Unterteil.
Polieren - Der abschließende Arbeitsgang. Der Polierer muss dabei genau die Flächen treffen, die der Schleifer vorgegeben hat, sonst war die ganze Mühe umsonst. Schon viele Steinraritäten sind bei diesem letzten Arbeitsgang zerbrochen.




