Diamanten

Einem funkelnden, reinen Diamanten in einer edlen Fassung sieht man seine Herkunft nicht an. Wer weiß schon, dass jeder Stein, der bei einem Juwelier bewundert werden kann, mindestens schon eine Milliarde Jahre auf dem Buckel hat.
Diamant ist zwar der härteste natürliche Stoff, den wir kennen, aber er ist deswegen noch lange nicht unvergänglich, denn Diamanten sind auch sehr spröde und können daher leicht gespalten werden. Goldschmiede müssen bei der Arbeit mit wertvollen Diamanten also mit sehr viel Umsicht vorgehen. Ein Diamant besteht aus reinem, kristallinen Kohlenstoff und ist farblos durchsichtig. Durch Verunreinigungen mit Fremdatomen entstehen Diamanten mit zum Teil kräftigen Farben. Geschliffener Diamant (z.B. Brillant) ist stark glänzend und weist eine hohe Lichtbrechung (2,417 - 2,419), mit einer Dichte von 3,50 - 3,53 auf.
Geschliffene Schmuckdiamanten (Brillanten) werden nach Farbe (colour), Reinheit (clarity), Schliff (cut) und Gewicht (carat) - den 4 'c' - beurteilt.
Nichts als Kohlenstoff
Ein Diamant besteht aus reinem, kristallinem Kohlenstoff. Eng verwandt mit ihm ist der durch den Gebrauch von Bleistiften bekannte Graphit. So verschieden die Preise auch beim Einkauf sein mögen, unterscheiden sich beide Minerale genau genommen nur durch die Anordnung seiner Atome.
Die Entstehung
Die Wahrscheinlichkeit des Zusammentreffens sämtlicher Voraussetzungen für die Entstehung von Diamanten im Inneren der Erde ist verschwindend gering:
In der Erdkruste, in Tiefen zwischen 150 und 300 Kilometern, oder vielleicht sogar mehr, verbindet sich reiner Kohlenstoff bei einem Druck von mehr als 40.000 bar und einer Hitze von über 1000 Grad Celsius, um dann in ganz bestimmten Zeitspannen abzukühlen und in dieser edelsten Form zu kristallisieren. Solche Bedingungen herrschen nur unter der Erdoberfläche in aktiven Vulkanen.




